Marie-Luise Marjan und ihr Rollator „Rudolpho“: Was ihre Geschichte nach dem Oberschenkelhalsbruch zeigt
Caspar von HirschhausenSie nennt ihn Rudolpho. Marie-Luise Marjan, für Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer als Helga Beimer, die „Mutter der Nation“, aus der „Lindenstraße“ bekannt, hat ihrem Rollator einen Namen gegeben. In einem aktuellen Interview mit der BILD erzählt die 86-Jährige, wie sie nach einem Oberschenkelhalsbruch und mehreren Operationen mit dem Rollator wieder laufen gelernt hat. Und warum sie ihn heute nicht mehr hergeben möchte.
Ihre Geschichte bewegt viele, weil sie so ehrlich ist. Anfangs hatte auch Marjan Hemmungen, sich mit dem Rollator in der Öffentlichkeit zu zeigen. Heute sagt sie einen Satz, den wir in der Beratung kaum besser formulieren könnten: „Er ist doch ein Tor zur Freiheit!“ In diesem Beitrag schauen wir uns an, was hinter ihrer Geschichte steckt, wie der Weg vom Sturz zurück in den Alltag typischerweise aussieht und worauf Sie bei einem Rollator nach einer Hüft-OP wirklich achten sollten.
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👉 Jetzt passenden Rollator findenTL;DR, Kurzfassung: Marie-Luise Marjan hat nach einem Oberschenkelhalsbruch und fünf Operationen in der Reha mit dem Rollator wieder gehen gelernt. Ihr Rollator „Rudolpho“ ist für sie heute kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Stück Freiheit. Genau das erleben wir auch in der Beratung: Nach einem Sturz oder einer Hüft-OP kann ein Rollator mehr Sicherheit beim Gehen und eine Sitzgelegenheit für Pausen bieten. Wichtig sind die richtige Griff- und Sitzhöhe, zuverlässige Bremsen und ein Gewicht, das Sie selbst ins Auto heben können.
Marie-Luise Marjan und „Rudolpho“: Ihre Geschichte
Marie-Luise Marjan hat in ihrer Karriere mehr als 350 Rollen gespielt. Bekannt ist sie vor allem als Helga Beimer, die sie seit der ersten Folge der „Lindenstraße“ im Dezember 1985 verkörperte. Laut BILD kamen für sie 2021 gleich mehrere schwere Einschnitte zusammen: Die Serie war vorbei, ihre Wohnung wurde gekündigt und ihr Lebenspartner starb.
Dann kam der Sturz. Bei einem Theaterbesuch in Hamburg übersah sie in der Pause eine unbeleuchtete Stufe. Die Diagnose lautete Oberschenkelhalsbruch. Es folgte eine lange Leidenszeit mit insgesamt fünf Operationen. In der Reha bekam sie ihren ersten Rollator und lernte damit wieder zu gehen.
Heute geht sie mit ihrem Rollator am Rhein spazieren, macht unterwegs Pausen und setzt sich hin, wenn sie möchte. Als Freunde sie zu einem Spaziergang abholen wollten, kündigte sie ihren „neuen Freund“ an. Die Überraschung war groß, als statt eines neuen Mannes Rudolpho vor der Tür stand. Selbst wenn sie eines Tages wieder ohne Hilfe laufen kann, möchte sie ihn behalten.
Seit Ende Oktober 2026 ist Marie-Luise Marjan außerdem Markenbotschafterin des Rollatorherstellers Saljol. Laut Saljol begann die Zusammenarbeit mit einem Zeitungsfoto, auf dem sie mit einem Saljol-Rollator abgebildet war. Im ausführlichen Interview auf dem YouTube-Kanal von Saljol erzählt sie ihre Geschichte selbst:
Video: Saljol auf YouTube
Was viele nicht wissen: Einem Rollator einen Namen zu geben ist gar nicht so ungewöhnlich. Wer seinem Rollator einen Namen gibt, hat ihn meist schon als Begleiter angenommen. Und ein Rollator, der angenommen wird, wird auch genutzt.
Rollator nach Oberschenkelhalsbruch: So läuft der Weg zurück
Ein Oberschenkelhalsbruch gehört zu den häufigsten Verletzungen im höheren Alter, und sehr oft ist ein Sturz im Alltag die Ursache. Eine Stufe, ein Teppich, ein kurzer Moment der Unachtsamkeit. In den meisten Fällen wird der Bruch operiert, entweder durch einen Hüftgelenkersatz oder durch eine Knochenfixierung.
Die Antwort auf die Frage, wie es danach weitergeht, hängt stark von der Art des Bruchs, der Art der Operation und der eigenen Ausgangslage ab. Grob kann man den Weg aber häufig in drei Etappen einteilen:
- Im Krankenhaus: Die Mobilisation beginnt meist schon am Tag nach der Operation, zunächst mit Hilfe des Pflege- oder Therapieteams. Wie stark das operierte Bein belastet werden darf, legt die Klinik fest.
- In der Reha: Hier wird das Gehen gezielt geübt, oft zuerst mit einem Rollator oder Gehwagen, später je nach Fortschritt mit Unterarmgehstützen. So war es auch bei Marie-Luise Marjan.
- Zu Hause: Nach der Entlassung sind laut Fachinformationen meist noch ein bis drei Monate besondere Vorsicht geboten. Viele Menschen nutzen den Rollator in dieser Zeit für längere Wege, zum Einkaufen oder für Spaziergänge.
Für viele ist genau dieser letzte Schritt der wichtigste. Denn wer nach einem Sturz Angst vor einem weiteren Sturz hat, bewegt sich oft weniger. Das schwächt die Muskulatur und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Sturzes. Ein Rollator kann helfen, diesen Kreislauf zu durchbrechen, weil er Halt gibt und Mut macht, wieder nach draußen zu gehen.
Unser Tipp: Klären Sie schon während der Reha mit den Physiotherapeuten, welche Gehhilfe für zu Hause sinnvoll ist und wie Griff und Sitz einzustellen sind. Dann steht der passende Rollator bereit, wenn Sie nach Hause kommen, und Sie müssen nicht mit einem Leihgerät improvisieren.
„Tor zur Freiheit“: Warum die Scham oft die größere Hürde ist
Marie-Luise Marjan sagt offen, dass sie sich anfangs nicht gern mit einem Rollator gezeigt hat. Ihr Beruf war immer auch mit ihrem Äußeren verbunden. Diese Hemmung kennen viele Menschen, ganz ohne Kamera. „Damit sehe ich alt aus“ oder „Ich schaffe das noch ohne“ sind Sätze, die wir in der Beratung regelmäßig hören.
Wenn Marjan heute von Menschen hört, die aus Stolz keinen Rollator nutzen wollen, hält sie dagegen. Ihr Blick hat sich verändert, weil sie selbst erlebt hat, was der Rollator ihr zurückgegeben hat: allein unterwegs zu sein, spazieren zu gehen, sich hinzusetzen, wann immer sie will. Das Leben wird nicht kleiner, nur weil die Schritte vorsichtiger werden.
Wenn Sie selbst oder ein Elternteil mit dem Rollator hadern, lesen Sie gern unseren ausführlichen Beitrag „Rollator-Ablehnung überwinden: Warum so viele Menschen keinen Rollator wollen und was wirklich hilft“. Für Angehörige haben wir außerdem einen eigenen Ratgeber zum Rollatorkauf für Eltern.
Worauf Sie nach einer Hüft-OP beim Rollator achten sollten
Nach einem Oberschenkelhalsbruch oder einem neuen Hüftgelenk ist die richtige Einstellung des Rollators noch entscheidender als sonst. Aus der Beratungspraxis sind das die wichtigsten Faktoren:
1. Die richtige Griffhöhe
Stellen Sie sich aufrecht hin und lassen Sie die Arme locker hängen. Die Griffe sollten etwa auf Höhe Ihrer Handgelenke liegen. Sind sie zu niedrig, gehen Sie gebeugt. Sind sie zu hoch, fehlt Ihnen beim Abstützen die Kraft. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zur richtigen Körperhaltung beim Rollator.
2. Eine Sitzhöhe, die zur Hüfte passt
Nach einer Hüft-OP raten viele Kliniken dazu, nicht tief zu sitzen, um eine starke Beugung der Hüfte zu vermeiden. Als Faustregel gilt: Im Sitzen sollte die Hüfte etwas höher liegen als das Knie. Eine zu niedrige Sitzfläche ist beim Hinsetzen und Aufstehen deshalb unpraktisch. Bei größeren Menschen ist eine Sitzhöhe von rund 60 cm oft angenehmer als die üblichen 50 bis 54 cm. Die genauen Vorgaben nach Ihrer Operation besprechen Sie bitte mit Ihrer Klinik oder Ihrem Physiotherapeuten.
3. Bremsen, die Sie sicher bedienen können
Zum Hinsetzen müssen beide Bremsen festgestellt sein, sonst rollt der Rollator weg. Achten Sie darauf, dass sich die Feststellbremse leicht einrasten lässt. Wenn eine Hand nach einem Sturz geschwächt ist, kann eine Einhandbremse sinnvoll sein.
4. Ein Gewicht, das Sie selbst bewältigen
In den ersten Wochen nach einer Hüft-OP wird meist geraten, nichts Schweres zu heben. Ein Rollator, der ins Auto gehoben oder eine Stufe hinaufgetragen werden muss, sollte deshalb so leicht wie möglich sein. Klassische Kassenmodelle wiegen oft 8 bis 10 kg, leichte Carbon-Rollatoren hingegen 5 bis 6 kg. Den Unterschied zwischen den Materialien erklären wir in „Was ist besser: ein Carbon- oder Aluminium-Rollator?“
5. Nützliche Ausstattung für den Übergang
Ein Stockhalter ist praktisch, wenn Sie auf dem Rückweg bereits kurze Strecken mit dem Gehstock zurücklegen. Eine Ankipphilfe erleichtert das Überwinden von Bordsteinen, eine Tasche hält die Hände frei, und ein Rückengurt macht Pausen auf der Sitzfläche bequemer.
Passende Modelle
Für Menschen, die nach einer Operation wieder aktiv werden möchten und Wert auf geringes Gewicht legen, empfehlen wir vor allem leichte Carbon-Rollatoren mit vollständiger Ausstattung. Aus dem Sortiment von Saljol, dem Hersteller hinter Marjans Rollator, ist das unser Favorit:
Saljol Carbon Rollator mit Vollausstattung
Mit einem Gewicht von rund 5,3 bis 5,5 kg ohne Zubehör ist er einer der leichtesten Rollatoren in unserem Sortiment und lässt sich auf nur 21 cm Breite zusammenfalten. Die Vollausstattung bietet vieles, was nach einer Hüft-OP helfen kann: zwei Feststellbremsen, zuschaltbare Schleifbremse für Gefälle, Ankipphilfen, Stockhalter, Rückengurt, Tasche, Klingel und LED-Licht. Die Variante mit 62 cm Sitzhöhe ist für größere Menschen und alle, die nicht tief sitzen möchten, besonders angenehm.
| Gewicht | ca. 5,3 kg (54 cm) bzw. 5,5 kg (62 cm), ohne Zubehör |
| Sitzhöhe | 54 cm oder 62 cm, extrabreit mit 62 cm |
| Griffhöhe | 76 bis 88 cm bzw. 81 bis 103 cm |
| Belastbarkeit | 150 kg, extrabreit 180 kg |
| Für wen geeignet | Aktive Menschen, die nach Sturz oder OP sicher und leicht unterwegs sein möchten |
Suchen Sie eher ein Modell für die Wohnung oder möchten Sie mehrere leichte Rollatoren vergleichen? Dann finden Sie in unseren Kategorien Carbon-Rollatoren und Wohnraum-Rollatoren weitere Modelle. Einen Überblick über die leichtesten Modelle gibt unser Beitrag „Was ist der leichteste Carbon-Rollator?“
Noch unsicher, welcher Rollator zu Ihnen passt?
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Marie-Luise Marjans Geschichte zeigt, was wir auch in der Beratung immer wieder erleben: Nach einem Sturz und einer Operation ist der Rollator oft das Hilfsmittel, mit dem der Weg zurück in den Alltag beginnt. Wer ihn annimmt, gewinnt Bewegungsfreiheit zurück, statt sich aus Angst zurückzuziehen. Ob er dann einen Namen bekommt, ist Geschmackssache. Wichtig ist, dass er gut eingestellt ist, sicher bremst und leicht genug ist, um ihn mitzunehmen.
Damit Sie in Ruhe herausfinden können, ob ein Modell zu Ihnen passt, gilt bei uns der 50-Tage-Alltagstest. Wenn Sie unsicher sind, welches Modell wirklich zu Ihnen passt, helfen wir Ihnen gerne weiter. Melden Sie sich jederzeit per E-Mail oder telefonisch unter 030 233 27 811.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange braucht man nach einem Oberschenkelhalsbruch einen Rollator?
Das ist sehr unterschiedlich. Manche Menschen brauchen den Rollator nur einige Wochen bis wenige Monate, andere nutzen ihn dauerhaft für längere Strecken. Entscheidend sind die Art der Operation, die Muskelkraft, das Gleichgewicht und die Sturzangst. Wie Marie-Luise Marjan behalten viele den Rollator auch dann, wenn sie kurze Wege wieder ohne Hilfe schaffen, etwa für Spaziergänge mit Sitzpause.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für einen Rollator nach einer Hüft-OP?
In der Regel ja, wenn er ärztlich verordnet und medizinisch notwendig ist. Es fällt die gesetzliche Zuzahlung an. Häufig geschieht das schon in der Klinik oder in der Reha. Die Kasse übernimmt dann in der Regel über ein Sanitätshaus ein Standardmodell. Leichtere Modelle wie Carbon-Rollatoren sind meist mit einem Aufpreis verbunden oder müssen separat bezahlt werden. Die Unterschiede erklären wir im Vergleich: Krankenkasse oder selbst bezahlen?
Rollator-Vergleich: Aufpreiszahlung – Rollator oder Unterarmgehstützen nach der OP: Was ist besser?
Beides hat seinen Platz. Unterarmgehstützen werden häufig eingesetzt, um die Belastung des operierten Beins gezielt zu steuern. Der Rollator bietet mehr Stabilität, eine Sitzfläche und eignet sich gut für längere Wege. Welche Gehhilfe in welcher Phase sinnvoll ist, legen Klinik und Physiotherapie fest. Einen ausführlichen Vergleich finden Sie in Was ist besser, Krücken oder ein Rollator?
Welche Sitzhöhe ist nach einer Hüft-OP sinnvoll?
Als Faustregel sollte die Hüfte im Sitzen etwas höher liegen als das Knie. Für größere Menschen ist eine Sitzhöhe von 60 cm oft angenehmer als die üblichen 50 bis 54 cm. Die genauen Vorgaben nach Ihrer Operation erfahren Sie in Ihrer Klinik. Alle wichtigen Maße erklären wir in Welche Maße muss ein Rollator haben?
Welchen Rollator nutzt Marie-Luise Marjan?
Marie-Luise Marjan ist mit einem Rollator von Saljol unterwegs, dessen Markenbotschafterin sie seit Ende Oktober 2026 ist. Saljol baut unter anderem besonders leichte Carbon-Rollatoren, darunter den Saljol Carbon Rollator mit Vollausstattung.
Ist es peinlich, einen Rollator zu benutzen?
Nein. Millionen von Menschen in Deutschland nutzen einen Rollator, und immer mehr bekannte Persönlichkeiten sprechen offen darüber. Marie-Luise Marjan nennt ihren Rollator ein „Tor zur Freiheit“. Moderne Modelle sind leicht, schlank und in ansprechenden Farben erhältlich und wirken eher wie ein Stück Alltagsausstattung als wie ein Krankenhausgerät.
Kann ich einen Rollator vor dem Kauf ausprobieren?
Ja. Bei uns gilt ein 50-Tage-Alltagstest: Sie testen den Rollator in Ruhe zu Hause und auf Ihren gewohnten Wegen. Passt er nicht, holen wir ihn kostenfrei wieder ab. Auf Wunsch bauen wir den Rollator auch bei Ihnen zu Hause auf und stellen ihn passend ein.
Quellen
- BILD.de: „Marie-Luise Marjan: Der Rollator ist ein Tor zur Freiheit“, 29.10.2026
- Saljol auf LinkedIn und YouTube: „Marie-Luise Marjan ist unsere neue Mutmacherin“, 30.10.2026
- MSD Manual, Ausgabe für Patienten: Rehabilitation nach einer Hüftfraktur
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine persönliche medizinische oder therapeutische Beratung. Nach einem Bruch oder einer Operation richten Sie sich bitte nach den Vorgaben Ihrer Klinik, Ihres Arztes oder Ihres Physiotherapeuten. Die Angaben zu Marie-Luise Marjan stammen aus den genannten Quellen. Rollator Experten ist Fachhändler für Saljol-Produkte und steht in keiner persönlichen Verbindung zu Frau Marjan.
