Rollator im Sanitätshaus auf der Verkaufsfläche - was ein Rollator im Sanitätshaus kostet

Wie viel kostet ein Rollator im Sanitätshaus?

Leonard Balzer

In der Praxis sehen wir häufig, dass Preise im Sanitätshaus schwer vergleichbar sind. Auf Rezept wirkt ein Rollator zunächst günstig, gleichzeitig entstehen oft Fragen zu Zuzahlungen, Mehrkosten und Eigentum.

In diesem Beitrag geben wir Ihnen einen klaren Überblick über die tatsächlichen Kosten eines Rollators – und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

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Preisrahmen im Sanitätshaus

Die schnelle Antwort: Ein Rollator kann im Sanitätshaus sehr günstig starten – oder richtig teuer werden. Aus Erfahrung sehen wir, dass Rollatoren grob von unter 100 € bis über 800 € reichen können.

Für einfache Einstiegsmodelle werden ca. 70 € bis 150 € aufgerufen – abhängig von Material, Gewicht, Stabilität und Ausstattung.

Kategorie Typischer Preisbereich Beschreibung
"Kassenrollator" ca. 70–150 € Grundfunktion, oft etwas schwerer
Leichtgewicht ca. 150–350 € leichter, besser im Alltag
Premium ca. 300–550 € mehr Komfort und bessere Verarbeitung
Carbon-Rollator ca. 350–800 € sehr leicht und hochwertig

Leichtere Modelle sind im Alltag oft deutlich angenehmer. Gerade beim Anheben oder Transport macht jedes Kilogramm einen spürbaren Unterschied. Für dieses Mehr an Komfort zahlt man jedoch einen deutlichen Aufpreis.


Rollator auf Rezept und Krankenkasse

Wenn ein Rollator ärztlich verordnet wird, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten für eine medizinisch notwendige Versorgung. Als Kunde zahlen Sie dabei lediglich die gesetzliche Zuzahlung, die bei Hilfsmitteln in der Regel 10 % des Preises ausmacht (mindestens 5 € und maximal 10 €).

Die Versorgung erfolgt über Sanitätshäuser, die Vertragspartner Ihrer Krankenkasse sind. Das Sanitätshaus ist gesetzlich verpflichtet, Ihnen ein zuzahlungsfreies Standardmodell (das „Kassenmodell“) anzubieten. Entscheiden Sie sich für ein Modell mit mehr Komfort, zahlen Sie den Differenzbetrag als Mehrkosten privat.

Wichtig zum Eigentum: Früher waren Rollatoren fast immer Leihgaben. Heute gehen sie bei vielen Krankenkassen über eine sogenannte Fallpauschale direkt in Ihr Eigentum über. Das bedeutet: Sie behalten das Gerät dauerhaft, und das Sanitätshaus ist für einen festgelegten Zeitraum (meist 5 Jahre) für notwendige Reparaturen zuständig. Ob es sich in Ihrem Fall um eine Leihe oder Übereignung handelt, klären wir gerne individuell für Sie.


Mehrkosten, Aufzahlung und Zubehör

Viele verwechseln Zuzahlung und Mehrkosten.

  • Die Zuzahlung: Ist gesetzlich vorgeschrieben und beträgt bei Rollatoren fast immer genau 10 €. Diese fällt auch beim günstigsten Kassenmodell an.

  • Die Mehrkosten: Entstehen, wenn Sie sich bewusst für ein Modell entscheiden, das über die Standardversorgung hinausgeht (z. B. besonders leichtes Carbon oder Soft-Bereifung). Hier leistet die Krankenkasse ihren Festzuschuss, und Sie tragen den Restbetrag privat.

Gut zu wissen: Wenn Sie sich für ein Modell mit Mehrkosten entscheiden, fallen künftige Wartungskosten für die speziellen Komfort-Teile (wie z. B. Sonderräder) meist ebenfalls in Ihren privaten Bereich.


Sanitätshaus vs. Online: Was ist unterm Strich günstiger?

Mit Rezept ist das Sanitätshaus oft die günstigste Lösung. Ohne Rezept haben Sie online mehr Auswahl und bessere Vergleichbarkeit.

Der entscheidende Punkt ist jedoch nicht nur der Preis, sondern ob der Rollator wirklich zu Ihnen passt. Ein ungeeignetes Modell wird im Alltag schnell nicht genutzt.


So finden Sie den richtigen Rollator

  • Einsatzort: Wohnung oder draußen
  • Gewicht: relevant für Transport und Alltag
  • Bremsen: einfache und sichere Bedienung
  • Griffhöhe: richtige Einstellung entscheidend
  • Belastbarkeit: passend zum Nutzer

Wenn diese Punkte stimmen, relativiert sich der Preis oft automatisch.

Hier gibt es einen ausführlichen Artikel zu dem Thema der Rollator-Wahl: Auf was sollte man beim Kauf eines Rollators achten?


Fazit und unser Qualitätsversprechen

Ein Rollator kostet im Sanitätshaus je nach Modell zwischen ca. 70 € und über 800 €. Mit Rezept erhalten Sie entweder die zuzahlungsfreie Standardversorgung (zzgl. 10 € gesetzlicher Zuzahlung) oder einen Zuschuss zu Ihrem Wunschmodell.

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